Geschichte unserer Kirchen

Die Kirchen

In kirchlicher Beziehung gehörten Arzl und Wald zur Urpfarre Imst, doch wurde in Arzl schon sehr früh eine Kirche erbaut, über deren Einweihung eine Urkunde von 1358 berichtet. Eine weitere Urkunde von 1440 berichtet über einen Ablass zur Erbauung einer neuen Kirche. Teile dieser damals im gotischen Stil errichteten Kirche sind im heutigen Gotteshaus, das im Barockstil um das Jahr 1750 neu erstellt worden ist erhalten, sie ist den hll. Ingenuin und Albuin geweiht. Ein eigener Kurat scheint in Arzl erstmals im Jahre 1534 auf. 1670 wurde im Friedhof die zweigeschoßige Totenkapelle errichtet. 1761 wir die heutige Kirche durch den Weihbischof Brixen geweiht. 1790 lässt Kurat Schuler den überdachten Gang vom Widum zur Kirche erbauen. 1836 wird am Turm die gotische Spitze entfernt und durch die zwiebelförmige Kuppel ersetzt. Bei einer Restaurierung im Jahr 1875 wurden leider barocke Kunstwerke entfernt. Nikolaus Krabacher aus Häselgehr schnitzt neue Altarfiguren, Alois und Josef Auer aus Arzl bauen die Altäre. 1891 wir Arzl eine eigene Pfarrei, erster Pfarrer ist Alois Rimml. Bald darauf wird ein Bronzegeläute angeschaffen. 1908 malt Emanuel Raffeiner die Gewölbebilder und ein Hochaltarblatt, Turm und Kirche werden neu eingedeckt.
1955 erhält die Kirche ein elektrisches Geläute.
 
Die Pfarrer von Arzl dieses Jahrhunderts:
 
1901-1913 Johann GREIL
1913-1926 Karl SINNER
1926-1947 Anton KIRCHNER
1947-1956 Wendelin KATHREIN
1956-1992 Paul KATHREIN
1992- Otto GLEINSER
 
 
Wald
 
1493 wurde von einer begüterten adeligen Familie eine Kapelle erbaut und zu Ehren des hl. Apostels Thomas geweiht. Mit Adam Kern erhielt Wald im Jahre 1691 zum ersten Mal einen eigenen Priester. 1695 wurde Wald zur Kaplanei erhoben. Beim Brand von 1754 wurde die Kirche stark beschädigt. Beim Wiederaufbau konnte das Gotteshaus vergrößert und im neugotischen Stil errichtet werden. Der Turm hatte damals noch eine Zwiebelform. 1907 bekam Wald einen eigenen Friedhof und wurde zur Expositur erhoben. 1909 fiel die Kirche abermals einem Brand zum Opfer. Baumeister Hörmann aus Mötz gab ihr das heutige Aussehen. Die Gemälde stammen aus dem Jahr 1931 und wurden von Raphael Thaler gemalen. Die letzte Innenrestaurierung konnte 1982 abgeschlossen werden.
 
Die Priester im 20. Jahrhundert:
 
1892-1904 Johann VIERTLER
1904-1914 Johann GUEM
1914-1950 Josef Ritter von WOERTZ
1950-1957 Franz Josef KLEINHEINZ
1957-1963 Hermann NOCKER
1963-1981 Franz ÖTTL
1981- 2008 Raimund BERNHARD
2008 - Otto GLEINSER

 
Leins
 
Kirchlich war Leins der Pfarre Arzl zugeordnet, und wurde 1738 zur Kaplanei erhoben. Die jetzige Kirche um 1750 an Stelle einer alten Kapelle errichtet und unserer Lieben Frau Maria Hilf geweiht. Das Hochaltarblatt malte 1856 Hans Kapferer aus dem Sellraintal. 1955 wurde die Kirche vergrößert und ein eigener Friedhof angelegt. Bis dahin mussten die Toten in Arzl begraben werden. Die letzte Restaurierung wurde 1986/87 abgeschlossen.
 
Die Priester des 20. Jahrhunderts:
 
1893-1903 Fortunat KIRCHMAIR
1903-1912 Lorenz HALLER
1912-1924 Rochus RAUCH
1924-1925 Vinzens ZEGG
1925-1974 Peter SCHULER
1974-1981 Franz ÖTTL
1987- 2008 Raimund BERNHARD
2008 -  Otto GLEINSER

 
Neben den drei Kirchen befinden sich in der Gemeinde unzählig viele Kapellen und Bildstöcke, hervorzuheben sind besonders jene von Timmls, Hochasten, Blons und Arzl-Ried.
 
Mariahilfkapelle in Timmls:
 
Die Kapelle wurde 1768/69 erbaut. Die Deckenfresken mit Szenen aus dem Marienleben wurden 1768 vom Imster Rokokomaler Josef Wörle gemalen. Der Altaraufbau ist mit einem Mariahilf - Gemälde und den Heiligen Johannes d. Täufer, Josef, Rochus und Magnus geschmückt. (Wahrscheinlich aus der Werkstätte des Andreas Kölle aus Fendels) Neben Rokoko - Bankwangungen aus der Zeit um 1770 sind zwei Sonnenuhren an den Außenwänden zu nennen. Die Kapelle wurde erst 1993 restauriert-
 
Annenkapelle in Hochasten:
 
Die äußerlich sehr schlichte Kapelle wurde 1691 errichtet und steht an einem aussichtsreichen Punkt. Wegen ihrer formenreichen frühbarocken Ausstattung gilt sie als eine der kunsthistorisch bedeutendsten Kapellen im Tiroler Oberland. Die kunstvollen Stukaturen stammen von der Maurer- und Baumeisterfamilie Keil aus Umhausen. Das Hochaltarbild aus der Zeit um 1700 zeigt Maria mit ihren Eltern Joachim und Anna. Weiters befinden sich noch Statuen des leidenden Christus (Ecce Homo) und der Schmerzensmutter mit dem toten Christus auf dem Schoß (Mater dolorosa) sowie des im Oberland hochverehrten Kindltoni (Antonius van Padua)
 
Kapelle zur Hl. Familie in Blons:
 
Die barocke Kapelle wurde 1711 erbaut. Der Innenraum zeigt ein Tonnengewölbe mit Stichkappen und origineller Renaissance - Architektur. Der Altar stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde wahrscheinlich von der Bildhauerwerkstatt Wittwer aus Imst geschaffen. Es sind Figuren von Gottvater, der hl. Katharina und der hl. Barbara zu sehen. In den Nischen sind weiters Figuren des hl. Joachim und der hl. Anna. Vor den zwei äußeren Säulen befinden sich die hll. Bischöfe Ingenuin und Albuin. Das Altarbild von Johann Partoll, 1850 ist von einem prachtvollen Rahmen umgeben und zeigt die hl. Familie. Weitere Kostbarkeiten sind 14 Stationsbilder aus der Zeit um 1745, ein Ölbild des hl. Antonius und ein Vortragskreuz aus der Zeit um 1700. Die Renovierung der Kapelle wurde 1999 abgeschlossen.
 
Kapelle zum Hl. Florian in Arzl-Ried
 
Die barocke Kapelle wurde 1744 erbaut. Sie ist außen geziert von barocken Stationsbildern. Am barocken Altar befindet sich ein Bild Marias und der hll. Ingenuin und Albuin. Die Statuen der hll. Georg und Florian sowie die Ölberggruppe und das Vortragskreuz stammen von Andres Kölle (18. Jahrhundert). Weiters sind die Wachsmotivbilder aus dem 17. und 18. Jht. und das lebensgroße Kruzifix vor der Kapelle sowie die Kreuzwegbilder (restauriert von Franz Zündl aus Innsbruck) an den Außenmauern zu erwähnen. Die letzte Restaurierung begann in den Jahren 1971/72 und wurde in den folgenden Jahren abgeschlossen.